In der Neurologie bieten wir Ihnen vielfältige Leistungen. Die nachfolgende Aufzählung dient Ihrer ersten Information.
Mittels Dopplersonografie lässt sich der Blutstrom der zum Gehirn führenden Blutgefäße (Extrakranielle Dopplersonografie) und der im Gehirn verlaufenden Hirnbasisgefäße (Transkranielle Dopplersonografie) untersuchen. Damit lassen sich Strömungsauffälligkeiten der Arterien feststellen. Wird zeitgleich auch die Gefässwand dargestellt, dann spricht man von einer Duplexsonografie (Dopplersonografie und B-Bild). Damit kann man Veränderungen der Gefäßwand wie Verkalkungen, Einrisse der Gefässwand und der Grad der Verengung (Stenosegrad) sehr gut beurteilen. Diese Untersuchungen sind schmerzlos. Sie dienen der Diagnostik von Schlaganfallursachen. Im Rahmen der Schlaganfallprophylaxe besitzen die Ultraschalluntersuchungen der hirnversorgenden Gefäße eine zentrale Bedeutung. Sie kommen z.B. auch bei der Abklärung von Schwindel, Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen zum Einsatz.
Bei der Elektroenzephalografie wird die elektrische Aktivität der Hirnoberfläche (Gehirnströme) abgeleitet und aufgezeichnet. Diese schmerzlose und ungefährliche Methode erlaubt diagnostische Rückschlüsse auf Erkrankungen des Gehirns, z.B. auf epileptische Anfallsleiden, Bewusstseinsstörungen und Störungen der Hirnleistung. Dazu werden mehrere Elektroden auf der Kopfhaut platziert und mit einer Haube fixiert. Die Untersuchung dauert ca. 45 Minuten. Wir empfehlen, zu der Untersuchung eine Haarbürste mitzubringen.
Mittels Elektromyografie wird die elektrische Aktivität im Muskel untersucht. Über eine feine Nadel wird die Muskelaktivität in Ruhe und bei Anspannung des Muskels abgeleitet und beurteilt. Die Untersuchung dient der Diagnostik verschiedener Muskel- und Nervenerkrankungen.
Die Elektroneurografie dient der Untersuchung peripherer Nerven, v.a. an den Armen und Beinen. Dabei wird der zu untersuchende Nerv an verschiedenen Stellen elektrisch stimuliert. An dem zugehörigen Muskel wird dann ein Potenzial mittels Oberflächenelektroden abgeleitet. Es wird die Nervenleitgeschwindigkeit berechnet. Die Potenzialdauer und die Potenzialhöhe werden zur Beurteilung herangezogen. Die Untersuchung dient u.a. der Diagnosefindung bei Lähmungen und „Nerveneinklemmungen" (Engpass-Syndrome, z.B. Karpaltunnelsyndrom, Sulcus ulnaris Syndrom).
Bei Reizung der Sinnessysteme lassen sich an verschiedenen Stellen des Nervensystems Potenziale hervorrufen (evozieren).
VEP (Visuell evozierte Potenziale)
Diese Untersuchung dient der Beurteilung der Sehbahn. Als Reiz dient ein bewegtes Schachbrettmuster auf einem Monitor. Über der Sehrinde wird eine Oberflächenelektrode positioniert. Das Potenzial wird aufgezeichnet und nachfolgend werden Form, Höhe und Zeit bis zum Eintritt der Reizantwort gemessen. Mit dieser Untersuchung lässt sich eine Entzündung des Sehnerven diagnostizieren.
FAEP (Frühe akustisch evozierte Potenziale
Hierbei wird die Hörbahn untersucht. Der Hörnerv wird über Kopfhörer mit Klicklauten gereizt und die Reizantworten der einzelnen Hörbahnabschnitte werden von der Kopfoberfläche abgeleitet. Die Untersuchung dient der differenzierten Lokalisation von Erkrankungen der Hörbahn.
SEP (Sensibel evozierte Potenziale)
Diese Untersuchung erfasst Störungen im Verlauf der sensiblen Leitungsbahnen auf Ebene der peripheren Nerven, des Rückenmarks und des Gehirns. Dazu werden Arm- oder Beinnerven wiederholt stimuliert. Die dadurch evozierten Potenziale lassen sich in verschiedenen Etagen des Nervensystems ableiten.
Die Nervensonografie ist ein hochauflösendes, nicht-invasives Ultraschallverfahren zur direkten Darstellung peripherer Nerven. Hauptindikationen sind Engpasssyndrome z.B. Karpaltunnelsyndrom und Sulcus-ulnaris-Syndrom). Sie ergänzt die Elektroneurografie durch morphologische Bildgebung.
Testpsychologische Untersuchungen sind standardisierte Verfahren, die z.B. zur Diagnostik von Gedächtnisstörungen eingesetzt werden. Damit lassen sich neuropsychologische Defizite beurteilen und vergleichbar machen. Als orientierende Demenztests dienen z.B. der MiniMentalStatusTest, der DemTect, der Uhrentest und der MOCA-Test.
Fachärztin für Neurologie
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